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Kunst und Literatur haben Transzendenzcharakter

Für Steiner hat alle große Kunst - Dichtung, Musik und Kunst - zudem noch Transzendenzcharakter, die den Menschen in direkteste Beziehung zu dem bringt, was ihm nicht gehört und über das er nicht verfügt. Steiner bezieht sich dabei auf Hölderlin, der in Dichtern und Denkern Wegweiser zu Göttern sah, die längst entschwunden sind.

Mit Transzendenz auseinander gesetzt haben sich in früheren Zeiten Aischylos, Dante, Bach, Dostojewski und andere Künstler und Dichter. Gerade die Werke Dantes lassen sich als ununterbrochene Meditation über die Schöpfung aus poetischer, metaphysischer und theologischer Sicht erfahren. Transzendenz, glaubt Steiner, gleichfalls in einem Porträt Rembrandts oder in Prousts "Recherche" zu spüren, und überlegt, ob es auch große Philosophie, Literatur, Musik und Kunst atheistischer Herkunft geben könne? Was wäre wohl die atheistische Entsprechung zu einem Fresko von Michelangelo oder König Lear? fragt er und lässt keinen Zweifel daran, dass er sich derartige Entsprechungen nicht vorzustellen vermag.


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