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"Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist"

"Glaube heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist", konstatiert Nietzsche. Schon deshalb seien antiker Geist und christliche Botschaft miteinander unvereinbar. Aber in der langen Geschichte der Unterwerfung heidnischer Kulturen durch die Kirche wurde schließlich auch der Wissenschaft das freie Bewusstsein der Erkenntnis genommen;so habe sie den Mut der Wahrhaftigkeit und den Stolz der Redlichkeit verloren.

"Auch wir leugnen nicht, dass der Glaube selig macht: eben deshalb leugnen wir, dass der Glaube etwas beweist - ein starker Glaube, der selig macht, ist ein Verdacht gegen das, woran er glaubt, er begründet nicht 'Wahrheit', er begründet eine gewisse Wahrscheinlichkeit - der Täuschung."(MAN)

"Erst das Christentum hat den Teufel an die Wand der Welt gemalt; erst das Christentum hat die Sünde in die Welt gebracht. Der Glaube an die Heilmittel, welche er dagegen anbot, ist nun allmählich bis in die tiefste Wurzel erschüttert: aber immer noch besteht der Glaube an die Krankheit, welchen er gelehrt und verbreitet hat."(MAN)


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